Kurz gesagt
Täglich spülen, wöchentlich mit Reiniger rückspülen, Dichtung und Duschsieb regelmäßig tauschen. Kalk vermeidest du am besten mit dem richtigen Wasser, denn den Kessel vieler Siebträger kann man nicht einfach wie einen Wasserkocher entkalken.
Täglich
- Siebträger nach jedem Bezug ausklopfen und kurz ausspülen, die Brühgruppe mit einem kurzen Wasserstoß spülen.
- Dampflanze direkt nach dem Aufschäumen mit einem feuchten Tuch abwischen und kurz Dampf ablassen, damit keine Milch eintrocknet.
- Abtropfschale leeren, Wassertank mit frischem Wasser füllen.
- Bei Maschinen mit Magnetventil (zum Beispiel E61) am Ende des Tages mit Blindsieb und klarem Wasser rückspülen.
Wöchentlich
- Mit Blindsieb und Reinigungspulver oder -tabletten rückspülen, genau nach Angabe des Herstellers. Maschinen ohne Magnetventil werden nicht rückgespült.
- Siebe und Siebträger in Reinigungslösung einweichen, danach gründlich spülen.
- Duschsieb und Brühgruppendichtung mit einer Gruppenbürste reinigen.
- Milchkännchen und Dampflanze innen gründlich säubern.
Monatlich bis jährlich
- Wassertank reinigen und Wasserfilter nach Herstellerangabe wechseln.
- Brühgruppendichtung und Duschsieb tauschen, bei Haushaltsgebrauch etwa einmal im Jahr, bei intensiver Nutzung öfter. Eine harte, rissige Dichtung erkennst du daran, dass der Siebträger immer weiter einrastet oder Wasser am Rand austritt.
- Die Maschine regelmäßig von einer Fachwerkstatt durchsehen lassen, besonders bei Kesselmaschinen.
Entkalken: Vorsicht bei Kesselmaschinen
Bei kleinen Maschinen mit Thermoblock gehört ein Entkalkungsprogramm oft zur normalen Pflege. Bei Zweikreisern und Dual Boilern ist das anders: Viele Hersteller raten davon ab, den Kessel selbst zu entkalken. Säure kann Kessel und Dichtungen angreifen, und gelöste Kalkstücke können Leitungen und Ventile verstopfen. Halte dich unbedingt an die Bedienungsanleitung deiner Maschine.
Besser ist es, Kalk gar nicht erst entstehen zu lassen. Und wenn die Maschine doch verkalkt ist, gehört sie in eine Werkstatt, die Kessel und Leitungen fachgerecht entkalkt und Verschleißteile gleich mit tauscht.
Das richtige Wasser
Frag bei deinem Wasserversorger nach der Wasserhärte oder miss sie mit einem Teststreifen. Ist dein Wasser hart, hilft ein passender Wasserfilter. Ganz entmineralisiertes Wasser ist dagegen keine Lösung: Es kann Metallteile angreifen und lässt den Espresso flach schmecken. Häufig empfohlen werden etwa 4 bis 8 °dH; maßgeblich ist aber die Angabe des Herstellers deiner Maschine.



