Kurz gesagt

Für den Einstieg brauchst du keine Profimaschine. Viel wichtiger sind eine gute Mühle, frische Bohnen, eine Waage und etwas Geduld. Plane dein Budget deshalb für Maschine, Mühle und Zubehör gemeinsam.

Siebträger, Vollautomat oder Kapsel?

Beim Siebträger machst du alles selbst: mahlen, dosieren, tampen, beziehen. Genau das macht den Reiz aus — und den geschmacklichen Unterschied. Es kostet aber jeden Morgen ein paar Minuten und am Anfang etwas Übung.

Ehrlich gesagt: Wer guten Kaffee auf Knopfdruck möchte und keine Lust auf Handgriffe hat, ist mit einem Vollautomaten glücklicher. Wer Freude am Handwerk hat, wird mit einem Siebträger nicht mehr zurückwollen.

Was du wirklich brauchst

  • Maschine — dazu gleich mehr.
  • Espressomühle, stufenlos oder sehr fein verstellbar. Ohne sie geht es nicht.
  • Tamper in der Größe deines Siebs, bei E61-Maschinen meist 58 mm.
  • Feinwaage mit 0,1-Gramm-Schritten, für die Menge im Sieb und in der Tasse.
  • Milchkännchen, wenn du Milchgetränke magst.
  • Abschlagbehälter für den Kaffeesatz.
  • Blindsieb und Reinigungsmittel für die Pflege.
  • Frische Bohnen mit Röstdatum, idealerweise ein bis vier Wochen nach der Röstung.

Welche Maschine für den Anfang?

Ein Einkreiser ist der günstigste Einstieg und für Espresso völlig ausreichend. Wenn du regelmäßig Milch aufschäumst, ist ein Zweikreiser der bessere Allrounder, weil du nicht nach jedem Cappuccino warten musst. Ein Dual Boiler lohnt sich vor allem, wenn du die Brühtemperatur genau steuern willst. Die Unterschiede erklären wir in Dual Boiler oder Zweikreiser.

Die ersten Wochen: realistisch bleiben

Die ersten Shots schmecken selten perfekt. Das ist normal. Ändere immer nur eine Sache auf einmal — meist den Mahlgrad — und notiere dir Menge, Zeit und Geschmack. Nach ein paar Tagen hast du ein Gefühl für deine Bohne. Wie du systematisch vorgehst, steht in Espressomaschine richtig einstellen.

Typische Anfängerfehler

  1. Alte Bohnen. Kaffee ohne Röstdatum ist oft schon lange gelagert und lässt sich kaum gut einstellen.
  2. Die falsche Mühle. Eine Mühle, die nicht fein genug mahlt, macht jede Maschine schlecht.
  3. Zu kurz aufgeheizt. Eine E61-Brühgruppe braucht in der Regel 20 bis 30 Minuten.
  4. Ungleichmäßig getampert. Mehl erst gleichmäßig verteilen, dann gerade und fest andrücken.
  5. Keine Pflege. Kaffeefette setzen sich in Sieb und Brühgruppe ab und schmecken nach kurzer Zeit ranzig.